www.rebekka-goldbach-venetian.de
Dies ist die Website von Rebekka Goldbach*Venetian
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Rebekka Goldbach*Venetian ist ein Pseudonym
von Barbara BaLo* Lorenz, siehe
http://www.balo-kreativ.de
Rebekka ist ein Teil ihrer Seele. Sie steht im World Wide Web für BaLo*s humanistisches, künstlerisches, Menschen und Herzen verbindendes, auf zu heilende Wunden hinweisendes Engagement. Sie weist hin auf Menschenschicksale, die nicht vergessen werden dürfen. Sie fordert auf, das Unheil zu bannen, das die Welt immer wieder zu gebären droht: Nie wieder Faschismus... ganz gleich wo oder wie auf unserer Erde! Sie vertritt Etty Hillesums (1914-1943) Maxime vom "denkenden Herzen" als Weg und Möglichkeit, die Welt immer wieder retten zu helfen: Und wenn es die Welt in einem einzigen Menschen ist, so ist schon guter Same gelegt!
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Immer wieder
neu anfangen. Hoffnungsstur das Gute suchen und mehren helfen hilft uns allen - zu leben duftende Blüten zu treiben vielfältige Frucht zu bringen in gemeinsamem Sein bunt und facetten*reich mit Herzlichkeit - und offen für einander. |
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SARAHS EWIGKEIT
oder das Lied der Liebe im Birkenhain
Dunkle Nacht. Kaum Sterne über der Baracke. Ein scharfer Wind singt um die Ecken. Schweres Atmen liegt in der Luft. Kein Hauch von Hoffnung, scheint es. Und als ich mich umwende, erblicke ich Sarah. Sie steht vor mir und schaut mir in die Augen.
Sie sagt nichts, sondern hält mir nur stumm ihren Blick hin, bis ich sie in die Arme nehme und wiege.
"Sarah, mein liebes Kind", weine ich in ihre zerbrechlichen Schultern, und weiß mit einem Male wieder, wie sanft sie sich anfühlte, wie warm sie roch. Wie sehr ich sie vermißt habe!
"Mama", schluchzt sie. "Warum hast Du es nur zugelassen?"
Ich kann es ihr nicht sagen. Es gibt keine Entschuldigung. Ich war ihre Mutter, und ich habe sie nicht beschützt. Es gibt kein Zurück, - und keinen Trost für unseren Schmerz.
"Sarah...", flüstere ich ihr ins Ohr. "Ich liebe dich." Doch da löst sie sich von mir und tritt ein Stück weg von mir.
"Ich muß gehen, Mama. Ich kann nicht bleiben. Du weißt, daß ich tot bin. Nichts bringt mich wieder."
Ich lasse die Arme sinken und muß mit ansehen, wie sie in der Dunkelheit der Nacht verschwindet. Mein Mond geht hinter den Wolken unter, und Finsternis umgibt mich. Ich habe mein Kind nicht bewahren können. Als sie von mir gerissen wurde und in den Tod geworfen, da war ich selbst eine Sklavin der Ohnmacht.
Dann tritt der Morgen ein, und ich erwache mit wunden Augen und weher Seele. Da ist er wieder, der Schrei. Aber er löst sich Stück für Stück auf zu einer Erkenntnis, zu Worten, zu einem Weg:
Zuvor, ehe das Unheil begonnen hatte,... hätte ich noch etwas tun können. Wir: Du und ich, wir alle hätten Sarahs Leben schützen können. Sarahs, Abrahams und all der anderen, Millionen von Menschenkindern. Aber wir haben gezögert. Wir haben nicht klar gesehen. Wir wollten nicht wahrhaben, daß der Teufel in unserem Land zu tanzen anfing.
Wir haben Klavier gespielt und schöne Verse rezitiert und unsere blauen Augen abgewandt, als wir hätten hinsehen und reden müssen. Das Böse schleicht sich erst lautlos an und tarnt sich gut, bis es eskaliert. Aber es ist nicht gänzlich unsichtbar und unvernehmbar. Es gibt Laut und hat ein Gesicht.
Wir haben uns abgewandt, bis es sich uns griff in der wütenden Umklammerung einer losgelassenen Bestie. Und dann mußten wir direkt hineinsehen, in das Auge des Scheusals, dem wir uns nicht mehr entwinden konnten.
Frühling um Frühling
später
schrei ich den
Schrei....
und ich weiß nun, 1000 Jahre sind eine lange Zeit, aber eine Sekunde im Angesicht der Unwiederbringlichkeit... Die kleine Sarah kommt nicht wieder! Mein Kind, das sie war. Aber der Grausige kommt zurück, - wenn wir ihn nicht bannen.
Von was man träumen kann. Bis man die Augen auftut und das Herz sprechen läßt: So wird ein Traum zum Wegweiser.
Im Birkenhain klingt Rebekkas Lied. Es ist mein Lied. Ich singe es laut, denn ich möchte, daß Freesien und Hyazinthen duften für alle, - daß das Leben ein Synonym für Liebe wird. Daß wir mit Tränen der Freude auf unseren Wangen jubeln können:
Die, die ich liebe, die leben, und das Untier ist tot.
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MEIN FRIEDENSLIED FÜR MENDEL ALIVE & MAX SELIG
Am Beinhaus
von Fort Douaumont
stand ich als Jugendliche
und sah mit meinen Kinderaugen
das Grauen
Menschenknochen
abgelagert bis in den Turm
hinaus ein Schrei
aus tausendfachen Schicksalen
gewebt
die Bajonette der Verschütteten
ragen noch aus dem Boden
verbrannte Erde
so weit der Blick reicht
weiße Kreuze
darunter tote junge Männer
vieler Länder
vermischt und gleich
im Fallen und Verfallen
die Söhne
die Geliebten
die Väter
so viel Hoffnung
für die Welt
einfach ausgelöscht
in senfgasender Zeit
Masken aus Gummi verrotten
im Acker noch heute
Granaten
die Bauern zerfetzen
mitten im Frieden
Stellungskrieg
und Nie-Vergessen
machten mich
zu einem Rufer
nach Frieden
und niemals wieder
Krieg...
heute
60 Jahre nach dem Anfang
eines weiteren Krieges
bin ich Witwe des Friedenstäuberichs
bin ich Rebekka jenseits von Auschwitz
bin ich die Augen
der Kinder...
der Auftrag
des dichtenden Menschen:
Salz zu sein und Hand
die über Gräben und Gräber
hinüberreicht
zur Berührung
von Fragen
und Seelen
um im Verbinden
Hoffnung zu sein
die Hoffnung der Welt
Aufsatz für die Anthologie im wort und mensch VERLAG, Waltraud Weiß, Köln, http://www.wortundmensch.de, mit dem Titel "Unsere Vorbilder, von Else Lasker-Schüler bis Durs Grünbein", mit Beiträgen von 75 Autorinnen und Autoren und Bildern von Margret Wohlfarth und Traute Bühler-Kistenberger. Preis DM 25,-. ISBN 3-9806002-1-1
für ETTY HILLESUM
in ehrendem, lebendigem Andenken an ein denkendes und wahrhaft gut handelndes
Menschenherz
Bitte und Aufruf! Barbara BaLo* Lorenz unterstützt die "Stiftung Deutsches-Holocaust-Museum", die es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein Holocaust-Museum, Zentralmuseum gegen Verbrechen wider die Menschlichkeit zu schaffen. Es soll eine Arbeits-, Gedenk- und Forschungsstätte für Frieden und Humanität werden. Bitte unterstützen auch Sie diese gute und notwendige Initiative! Stiftung Deutsches-Holocaust-Museum", Dr. Hans-Jürgen Häßler Trierer Str. 6, D- 30173 Hannover, Tel./Fax 0511-8093497 |
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© BaLo* Barbara Lorenz, Penzendorfer Str. 98 A, D - 91126 Schwabach
V.i.S.d.P./ copyright by: Barbara BaLo* Lorenz, Penzendorfer Str. 98A, D-91126 Schwabach, Germany, E-Mail: balodiba@yahoo.de
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BaLo vom Goldstern zaubert mit Blattgold!
BaLo
stellt sich vor und bringt ihr Buch gleich mit: ABRABARBARA!
BaLos Lyrik im WWW
Copyright © Barbara Lorenz (BaLo) letzte Änderung: 10.11.2004